Irene Schwarz

Wie ein roter Faden

2010 , C-Prints bestickt , 21 x 30 cm

 

Im Haus der Großeltern wurden diejenigen Plätze bzw. Gegenstände fotografiert, mit denen ich etwas verknüpfe: Erinnerungen an Ereignisse, Erlebnisse; Spiele, die wir Kinder dort spielten oder Dinge, die mich damals besonders faszinierten. Diese Objekte, mit denen ich etwas verbinde, wurden mit Nadel und Faden umnäht. Sie werden damit vom restlichen Foto gelöst und erscheinen fragmentarisch, so wie es Erinnerungen oftmals sind. Die Fäden wiederum verbinden die Erinnerungen miteinander. Zugleich ist das Nähen eine Reminiszenz an meine Großmutter, die als Schneiderin ihren Enkeln Kleider genäht hat.

 

 

Irene Schwarz

 

Geboren 1968 in Mistelbach (Nö). Soziologiestudium; zunächst Sozialwissen¬schafterin, derzeit an der Bibliothek der Universität für angewandte Kunst.
Seit 2001 Auseinandersetzung mit Fotografie als künstlerischem Medium. Fotoworkshops u.a. bei FLUSS - Nö Fotoinitiative (2002 und 2003) 2004/05 Besuch des Lehrgangs für künstlerische Fotografie bei fotoK.
Mitglied bei FLUSS - Nö Fotoinitiative seit 2006.

Zur Arbeitsweise:

Als Soziologin setzt Irene Schwarz ihren Fokus auf den Menschen. Es wird durch verschiedene photographische Herangehensweisen versucht, seinen Eigenschaften und Einstellungen auf die Spur zu kommen. Fragen der Identität werden ebenso behandelt wie die Interpretation der eigenen Biographie oder persönliche Erinnerungen. Aber auch anhand von Gegenständen und Gesprächen wird der Mensch, seine Einstellungen und Wahrnehmungen abgebildet. Dabei wird mitunter ein direkter Blick auf den Körper selbst geworfen und auf seine Veränderungen im Laufe der Jahre. Text ist immer wieder ein wesentliches Element der fotografischen Arbeit, der bildliche Aussagen präzisiert, erläutert oder sie in einen neuen Kontext stellt.

 

 
 
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