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Wien 5, Siebenbrunnenplatz
Siebenbrunnenplatz vor dem Umbau / before redesigning, August 1990


Siebenbrunnenplatz nach dem Umbau / after redesigning, Dezember 1999
The special occasion in Vienna:

The redesigning of the Siebenbrunnenplatz in Vienna's fifth district as no-traffic zone.

A place is formed not only by its architecture and outer appearance, but especially by the intertwining of the people who use it - as residents, passersby or visitors. Their actions, motions and conversations, in their ordinariness and also in their diversity, characterise the emotional map of a certain location. The architectonic redesigning of a city's square brings with it a certain interruption of its former ordinariness, a kind of emptying of its history. That which was sketched on the architect's drawing board as an abstract plan has to be filled with life day by day by the people who use it, which creates an all new network of connections. It is not until the terrain is accepted and taken over by people that one can again call it a public place in its true sense.

A second factor is the characteristic topographical site of Siebenbrunnenplatz: it could be a gateway between the middle class part of the 5th district and the section that, through its large population of foreigners, has a high level of cultural diversity. (The Reinprechtsdorferstrasse, with its heavy traffic, forms the borderline between the two.)

Der konkrete Anlass in Wien:

Die Neugestaltung des Siebenbrunnenplatzes im 5. Bezirk in Wien als verkehrsfreie Zone.

Ein Platz wird nicht nur von seiner Architektur, seinem äusseren Erscheinungsbild geprägt, sondern vor allem durch das Beziehungsgeflecht der Menschen, die ihn benutzen - als AnrainerInnen, PassantInnen oder BesucherInnen. Ihre Handlungen, Bewegungen, Gespräche zeichnen in ihrer Alltäglichkeit, aber auch in ihrer Vielfalt die "emotionale Landkarte" eines bestimmten Ortes. Die architektonische Umgestaltung eines Platzes bedeutet in einer Weise auch den Bruch mit seiner früheren Alltäglichkeit, eine gewisse Entleerung seiner Geschichte. Das was am Reißbrett der ArchitektIn als abstrakter Plan skizziert wird, muß von den BenutzerInnen in alltäglicher Weise mit Leben erfüllt werden, ein neues Beziehungsgeflecht geschaffen werden. Erst wenn das Terrain akzeptiert, von Menschen wieder erobert ist, kann man von einem öffentlichen Platz im eigentlichen Sinn sprechen.

Ein zweiter Faktor ist die eigentümliche topografische Lage des Siebenbrunnenplatzes: Er könnte ein Tor (Gateway) zwischen dem "bürgerlichen" Teil des 5. Bezirkes und dem Teil sein, in dem durch den hohen Ausländeranteil grosse kulturelle Vielfalt herrscht. (Die stark befahrene Reinprechtsdorferstrasse markiert die Trennlinie zwischen beiden).





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